Glossar

Spirometrie (kleine Lungenfunktion)

Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Lungen-Funktionsprüfung. Dabei werden Lungen- und Atemvolumina gemessen und grafisch im Spirogramm dargestellt.

Die Lungenvolumina werden mit Hilfe eines Spirometers bestimmt. Über ein Mundstück atmet der Patient in ein Atemrohr, wobei die Nase mit einer Nasenklemme verschlossen wird. Das Spirometer misst elektronisch die Kraft, mit der ein- und ausgeatmet wird, sowie die Menge der geatmeten Luft (pro Zeit). Das Gerät bildet die Luftmengen, die bei diesen Atemzügen bewegt werden, grafisch ab. So lassen sich Messwerte aus verschiedenen Tests direkt miteinander vergleichen.

Sport-Mundschutz

Ein Mundschutz bedeckt die Zähne und Teile des Kieferknochens, um Verletzungen von Zähnen, Kieferknochen, Lippen und Zahnfleisch zu verhindern beziehungsweise den Grad von Verletzungen zu verringern. Mundschutze werden im Amateur- und Profisport eingesetzt. Beim Football wird durch den Mundschutz das Risiko einer Gehirnerschütterung vermindert, denn durch den harten Aufprall kann es zu einer Gehirnerschütterung kommen.

Ein Sport-Mundschutz sollte nach Beratung von einem Fachmann angepasst werden.

Sportmedizin

Die Sportmedizin ist ein Zweig der Medizin, der sich mit der Bedeutung und Wirkung von körperlicher Aktivität auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit beschäftigt. Eine zentrale Rolle spielen dabei sowohl der Einfluss von Bewegung durch Sport und Training als auch die Beeinflussung des Körpers durch Bewegungsmangel und weitere Auswirkungen. Untersuchungen und Angebote der Sportmedizin sind für alle Altersgruppen und jedes Leistungsniveau von Bedeutung, für Freizeit- und Leistungssportler genauso wie für „Bewegungsmuffel“. Neben Therapie und Rehabilitation von Sportverletzungen und -schäden steht die Prävention im Vordergrund.

Sportmedizinische Untersuchung

Sportmedizinische Untersuchung:
- allgemeine und sportbezogene Anamnese (Familie, Beschwerden, Sport in der Vergangenheit)
- körperliche Untersuchung. (BMI, RR)
- das Herz im Liegen und im Stehen abhören, EKG
- Wirbelsäule, Gelenke und Muskulatur  Fehlstellungen
- Männer ab 45 Jahren und Frauen ab 55 Jahren Belastungs-EKG

Vor dem Trainingsbeginn sportmedizinische Untersuchung, wenn:
- während der letzten fünf Jahre nicht regelmäßig sportlich aktiv war
- über 35 Jahre alt ist (Untersuchung regelmäßig wiederholen)
- einen oder mehrere folgender Risikofaktoren hat: Herzkrankheit oder eine genetische Anlage dazu, Gelenkbeschwerden, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, gerade überstandene Krankheit oder OP, Schwangerschaft

Sporttaucheruntersuchung

Eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung (körperliche Untersuchung, Labor, Tauglichkeitsuntersuchung - Tauchen Lungenfunktion, EKG) hat das Ziel Tauchen gefahrlos ausführen zu können, inkl. Attest.

Sporttraumatologie

Operative und nicht-operative Behandlung von Sportverletzungen.

Sprachstatuserhebung bei Kindern

Sprachstandserhebungen sind Prozesse, die mittels pädagogisch einsetzbarer Verfahren Aussagen über die Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen in ungesteuert erworbenen Sprachen zu einem bestimmten Zeitpunkt ihrer Bildungsbiografie liefern. Zur Erfassung des Sprachstands bei Kindern im Vorschulalter sind gegenwärtig viele verschiedene Verfahren im Einsatz. Dabei kann u. a. unterschieden werden zwischen Tests, Screenings und Beobachtungsverfahren u. a. der Cito-Sprachtest als digitales, zweisprachiges Instrument zur Sprachstandmessung bei Kindern im Vorschulalter oder der Heidelberger Sprachentwicklungstest (HSET), der aus 13 theoretisch und empirisch fundierten Untertests, die sechs Schwerpunktbereichen zugeordnet sind, besteht.

Stein-Op - ureteroskopisch

Nierensteine finden sich bei circa 15 % der Männer und 5 - 10 % der Frauen. Wenn bestimmte Substanzen im Urin in zu hoher Konzentration vorhanden sind, fallen sie als Kristalle aus. Flüssigkeitsmangel, ungünstige Ernährungsgewohnheiten mit Genuss von übermäßig viel Fleisch, Stoffwechselstörungen (z. B. Gicht) oder Infektionen der ableitenden Harnwege können die Bildung von Steinen begünstigen.

Sehr schmerzhaft können Nierensteine werden, wenn sie sich aus der Niere lösen und über den Harnleiter in die Harnblase wandern. Diese Nierenkoliken können von Übelkeit und Erbrechen begleitet sein. An erster Stelle steht bei der Behandlung die Schmerzbekämpfung. Wenn der Stein nicht von allein ausgeschieden wird, besteht neben der Steinzertrümmerung durch Stoßwellen von außen (Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie) auch die Möglichkeit, unter Sicht ein optisches Gerät über Harnröhre, Harnblase und Harnleiter bis zum Stein zu führen. Dann kann der Stein direkt in kleinere Bestandteile zertrümmert und mit kleinen Körbchen oder Fasszangen entfernt werden.

Was geschieht bei diesem Eingriff?
Für die Harnleiterspiegelung wird der Patient auf einem speziellen Untersuchungsstuhl gelagert. Unter örtlicher Betäubung führt der Urologe eine feine Sonde mit Optik (Ureteroskop) durch die Harnröhre in die Blase und von dort in den betroffenen Harnleiter (Ureter), der die Niere mit der Blase verbindet. Enthalten ist in dem Gerät ein Lichtleiter mit Optik, ein Arbeitskanal für die verschiedenen Geräte und ein Spülkanal.

Der Stein wird er je nach Größe zuerst in kleinere Bestandteile zertrümmert. Die kleinen Bröckchen können dann mit einer kleinen Fasszange oder einem winzigen Körbchen direkt aus dem Harnleiter entfernt und nach draußen befördert werden. Die entfernten Steine werden auf ihre Zusammensetzung untersucht, um ggf. Maßnahmen zur Verhinderung der Entstehung weiterer Steine ableiten zu können.

Sterilitätsdiagnostik und Behandlung

Bei ungewollter Kinderlosigkeit eines Paares über (ein bis) zwei Jahre trotz regelmäßiger ungeschütztem Geschlechtsverkehr ist eine Sterilitätsdiagnostik auf Wunsch des Paares sinnvoll. Dabei geht man auf beiden Seiten durch eine Stufendiagnostik vor. Hormonanalyse, Zyklusüberwachung, Spermiogramm, Ausschluss von organischen Erkrankungen. Im Weiteren kann eine operative Diagnostik und Behandlung ohne oder mit Narkose weitere Klärung bringen Bei der Frau sollte keine invasive Untersuchung ausgeführt werden, bevor nicht die Zeugungsfähigkeit des Mannes festgestellt wurde. Nach Ausschluss nicht beeinflussbarer Sterilitätsursachen (z. B. gonadal bedingt beim Ullrich-Turner- od. Klinefelter-Syndrom) sollte eine Beratung über das Konzeptionsoptimum erfolgen.

Eine Sterilitätsbehandlung richtet sich nach der individuellen Problematik des Paares und könnte evtl. eine Insemination, bzw. eine künstliche Befruchtung (IVF oder ICSI) sein.

Auch zu den Aspekten einer Adoption zur Erfüllung des Kinderwunsches sollte bei Versagen der Therapie beraten werden.

Stimm- und Sprachstörungen - Analyse

Von Sprachentwicklungsstörungen sind Kinder betroffen, aber auch bei Erwachsenen können ein Schlaganfall sowie andere Erkrankungen (Multiple Sklerose, Morbus Parkinson und degenerative Hirnerkrankungen) Sprech- und Sprachstörungen (Aphasie / Dysarthrie) verursachen.

Stimmstörungen (Dysphonien) werden in organische und funktionelle Stimmstörungen eingeteilt. Zu den organischen Stimmstörungen zählen:
- Stimmlippenzysten,
- Polypen,
- Ödeme,
- Vernarbungen,
- Veränderungen durch Unfälle oder Operationen,
- Kehlkopfkrebs,
- Lähmungen,
- Organische Stimmstörungen durch angeborene Kehlkopf- und Stimmlippenfehlbildungen äußern sich meist mit starker Heiserkeit, teilweise bleibt die Stimme sogar ganz aus.

Zu den funktionellen Stimmstörungen gehören:
- hyperfunktionelle und hypofunktionelle Dysphonien,
- Belastungsdysphonien,
- psychogene Stimmstörungen,
- Stimmstörungen durch hormonelle Einflüsse,
- Rhinophonie (nasale Stimme),
- und einige weitere Sonderformen.

Bei funktionellen Stimmstörungen besteht keine organische Veränderung, welche die Probleme auslöst, trotzdem ist die Funktion der Stimmlippen gestört. Funktionelle Störungen treten häufig bei Berufsgruppen auf, die ihre Stimme stark belasten (Lehrer, Pfarrer, Erzieher, Mitarbeiter im Call-Center usw.).

Die differenzierte Untersuchung von Stimm- und Sprachstörungen ist durch eine erfahrene Analyse der sprachlichen Fähigkeiten und des Stimmklanges sowie durch technische Untersuchung des Stimmapparates und der Schwingungsfähigkeit der Stimmlippen durch Stroboskopie möglich.

Störfelddiagnostik

Die Störfelddiagnostik ist ein wesentlicher Bestandteil der Neuraltherapie nach Huneke, die zu den ausleitenden Naturheilverfahren gehört. Das Verfahren basiert auf der Annahme, dass die Anwendung eines Lokalanästhetikums eine Fernwirkung hat und durch Beeinflussung des vegetativen Nervensystems Schmerzen gelindert werden können. Man geht davon aus, dass es sich bei den sogenannten Störfeldern um chronische Entzündungen handelt, die den Gesamtorganismus beeinflussen und Beschwerden bzw. Krankheiten in anderen Bereichen des Körpers verursachen können oder ihre Heilung verhindern. Die Diagnose eines Störfeldes ist vielschichtig. Angewendet wird dieses Verfahren bei akuten, chronischen, entzündlichen und degenerativen Erkrankungen.

Störungen der sexuellen Präferenz

Psychiatrisches Krankheitsbild, Diagnostik und Behandlung bei z. B. Sexualmedizinern.

- Pädophilie
- Fetischismus
- Exhibitionismus
- Sadomasochismus

Stoßwellentherapie

Ultraschallbehandlung von Verkalkungen und Entzündungen an Gelenken, Sehnen und Muskelansätzen (IGeL, nur für Selbstzahler).

Stoßwellentherapie - extrakorporal

Die Stoßwellentherapie ist eine moderne, nicht invasive Therapieform. die vor allem bei hartnäckigen und schmerzhaften Sehnenansatzerkrankungen eingesetzt.

Physikalisch gesehen sind Stoßwellen akustische Wellen, die bei explosionsartigen Vorgängen entstehen - zum Beispiel bei Blitzschlägen oder Sprengstoffexplosionen. Sie zeichnen sich durch einen abrupten Druckanstieg aus, der sich ausbreitet und so Energie auf entfernte Orte übertragen kann. Diese Energie entfaltet ihre Kraft, wenn die Stoßwelle auf ein Hindernis trifft und sich nicht weiter ausbreiten kann.

In der Medizin werden Stoßwellen elektromagnetisch erzeugt. Die Wirkung ist abhängig von der Energiemenge, die freigesetzt wird, von der Zahl der verabreichten Impulse und von den Wechselwirkungen, die mit dem beschallten Gewebe entstehen.

Je höher die abgegebene Energiemenge ist und je mehr Impulse verabreicht werden, desto stärkere Wirkungen entfalten sich im Gewebe. Bei einer medizinischen Behandlung werden diese Parameter individuell eingestellt, um einerseits so viel Wirkung wie nötig zu erzielen und gleichzeitig möglichst wenig Schaden zu verursachen.

Strahlentherapie (UV-Therapie)

Die Ultraviolettlicht - Bestrahlung (UV-Phototherapie) ist eine wichtige Behandlungsform in der Dermatologie. Sie kann zur Behandlung zahlreicher verschiedener Hautkrankheiten eingesetzt werden.

Hauptindikationen sind die Psoriasis, die Neurodermitis bzw. das Atopische Ekzem, aber auch chronische Ekzeme, Pruritus (unstillbarer Juckreiz) und weitere. Oft ist „antientzündliche“ Wirkung dieser Therapie für den Therapieerfolg mitentscheidend.

Die UVB-Therapie, vor allem die Verwendung von Lichtquellen mit einer günstigen Spektralverteilung mit Strahlungsmaximum in der „psoriasisspezifischen“ Wellenlänge bei 311 mm erweist sich bei milder Psoriasis und anderen erythematosquamösen Dermatosen als gut wirksam.

Mit der lokalen und auch systemischen Photochemotherapie (PUVA), einer Weiterentwicklung der UV-Therapie mit Verwendung eines topischen oder systemisch applizierten Photosensibilisators, können beispielsweise Frühformen kutaner T-Zell-Lymphome (Mycosis fungoides), aber auch schwere Verlaufsformen der Psoriasis und andere Dermatosen erfolgreich behandelt werden.

UV-Strahlung gleich welcher Art birgt Behandlungsrisiken. Richtig und sinnvoll angewandt unter exakter Dokumentation applizierter UV-Bestrahlungsdosen unter Berücksichtigung von Diagnose und Krankheitsschwere sind dabei Risiken und Nebenwirkungen aber eher kalkulierbar als bei unkritischer „Selbsttherapie“ mit UV-Licht.

Stress-EKG

Bei einer Belastungs-Elektrokardiografie oder Stress-EKG zeichnet der Kardiologe ein Elektrokardiogramm unter körperlicher Belastung auf. Dabei lassen sich Durchblutungsstörungen an den Herzkranzgefäßen und Herzrhythmusstörungen erkennen, die möglicherweise im Ruhe-EKG nicht sichtbar sind. Die Puls- und Blutdruckreaktionen lassen auf die allgemeine Leistungsfähigkeit und den Trainingszustand von Herz und Kreislauf schließen und auch den Einfluss bestimmter Medikamente auf die Leistungsfähigkeit festhalten.

Stressmanagement

Stressmanagement ist ein Sammelbegriff für Methoden, um Stress durch psychische Belastungen zu verringern oder ganz abzubauen, wenn Widerstandsfähigkeit und Selbstheilungskräfte wegen innerer und äußerer Belastungen zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit oder der Gesundheit nicht ausreichen. Stressmanagement kann selbst oder im Einzel-, bzw Gruppenunterricht bei Ärzten und Psychotherapeuten erlernt werden.

Schritte im Rahmen des Stressmanagements sind:
Aufklärung und Enttabuisierung in Bezug auf psychische Stressbelastung, Förderung der individuellen Ressourcen und der Stressbewältigungskompetenz.
Zur Selbsthilfe werden neben Sport und gesunder Ernährung Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen sowie Zeitmanagement empfohlen.

Stuhldiagnostik

Die Stuhldiagnostik dient der Untersuchung von Ausscheidungen aus dem Verdauungstrakt, zum Nachweis von Krankheitserregern oder Zusammensetzungsverschiebungen der Exkremente.

Suchtmedizin

Substitutionstherapie bei Opiatabhängigkeit

Tauchmedizin

Tauchmedizin beschäftigt sich mit der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Gefahren, die im Wasser, am Wasser und unter Wasser entstehen können, sowie mit den Effekten auf den menschlichen Körper durch den Aufenthalt im Wasser und unter Wasser. Wichtig sind Einwirkungen der Immersion (= Eintauchen des Körpers in eine Flüssigkeit), die Einwirkung des erhöhten Umgebungsdrucks auf Körper und Tauchausrüstung und die Wirkung der Atemgase unter erhöhten Druckbedingungen.

Durch den Aufenthalt in Urlaubsländern müssen zunehmend die maritime Flora und Fauna berücksichtigt werden. Da in fremden und fernen Ländern getaucht wird, sollte sich ein Tauchmediziner auch der Vorbeugung vor Infektionskrankheiten durch geeignete Maßnahmen und die Aufrechterhaltung eines ausreichenden und angepassten Impfstatus kümmern.

Tauglichkeitsuntersuchung - Piloten

Ziel der Untersuchung ist die Klärung, ob der Untersuchte fliegertauglich ist. Mit dem Tauglichkeitszeugnis kann der Pilot die Rechte aus seiner Lizenz für Luftfahrzeugführer wahrnehmen.

Im Rahmen einer Fliegerärztlichen Tauglichkeitsuntersuchung werden neben der Erhebung der Vorgeschichte und der körperlichen Untersuchung apparative sowie Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt, Der Mindestumfang der Untersuchungen ist gesetzlich vorgeschrieben und kann bei vorliegender Indikation durch den Fliegerarzt erweitert werden.

Zu einer Erstuntersuchung gehören eine augenärztliche sowie eine HNO-Untersuchung. Bei Berufspiloten muss die Erstuntersuchung in einem Aeromedical Center (AMC) durch entsprechende Fachärzte und zusätzlich eines Neurologen erfolgen.
Für Nachuntersuchungen müssen Inhaber von Lizenzen für Luftfahrzeugführer regelmäßig in bestimmten Abständen, abhängig von Lebensalter und Art der fliegerischen Tätigkeit, untersucht werden.

Tauglichkeitsuntersuchung - Sport

Sportärztliche Vorsorgeuntersuchung:

  • allgemeine und sportbezogene Anamnese (Familie, Beschwerden, Sport in der Vergangenheit)
  • körperliche Untersuchung (BMI, RR)
  • das Herz im Liegen und im Stehen abhören, EKG
  • Wirbelsäule, Gelenke und Muskulatur - Fehlstellungen
  • Männer ab 45 Jahren und Frauen ab 55 Jahren Belastungs-EKG


Vor dem Trainingsbeginn sportärztliche Untersuchung, wenn:

  • während der letzten fünf Jahre nicht regelmäßig sportlich aktiv war.
  • über 35 Jahre alt ist (Untersuchung regelmäßig wiederholen).
  • einen oder mehrere folgender Risikofaktoren hat: Herzkrankheit oder eine genetische Anlage dazu, Gelenkbeschwerden, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, gerade überstandene Krankheit oder OP, Schwangerschaft.
Tauglichkeitsuntersuchung - Sportbootführerschein

Das ist ein Sehtest nach DIN, in dem auch das Farbunterscheidungsvermögen untersucht wird. Personen mit Rot-Grün-Schwäche können das Attest nur von einem Augenarzt bekommen. Danach ein kleiner Hörtest (Sprache aus 5 m Entfernung hören). Schließlich wird nach schweren Krankheiten wie Epilepsie oder MS gefragt. Wer nicht mehr Auto fahren kann, darf auch keinen Sportbootführerschein erwerben.

Tauglichkeitsuntersuchung - Tauchen

Eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung (körperliche Untersuchung, Labor, Tauglichkeitsuntersuchung - Tauchen Lungenfunktion, EKG) hat das Ziel Tauchen gefahrlos ausführen zu können, inkl. Attest.

Testuntersuchung - orientierend
Thermokoagulation

Die Thermokoagulation ist ein therapeutisches Verfahren, bei dem durch hochfrequente elektrische Ströme in einem Gewebe ein umschriebener Hitzebereich erzeugt wird. Dabei wird das Gewebe durch die Temperatureinwirkung zerstört. Anwendung findet diese Methode z. B. bei der Behandlung von Besenreisern oder in der Gynäkologie bei Kontaktblutungen des Muttermundes.

Thrombophilie - Beratung

Ca. 15 % aller Menschen haben eine besondere Thrombosedisposition. Eine solche Disposition bedeutet i. d. R., dass in Situationen, die ohnehin ein erhöhtes Thromboserisiko bedeuten, diese Menschen schneller eine Thrombose entwickeln als andere und besonders geschützt werden sollten. Auch Schwangerschaftskomplikationen treten bei Menschen mit besonderer Thrombose-Disposition häufiger auf und sind häufig das Erstsymptom.

Die drei häufigsten genetischen Thrombose-Dispositionen sind:
- Faktor V Leiden Mutation
- Prothrombin Gen-Mutation
- MTHFR Mutation

An die Thrombophiliediagnostik schließt sich eine Beratung hinsichtlich der Lebensführung, ggf. medikamentöser Therapie und präventiver Maßnahmen an.

Thrombophilie - Diagnostik

Als Thrombophiliediagnostik wird eine Reihe von Laboruntersuchungen verstanden, die der Abklärung einer Thrombophilie dienen.
Auf eine Thrombophilie hinweisende Umstände sind:

  • Thrombose bei jungen Patienten (< 45 Jahre)
  • Wiederholte Rezidive
  • Thrombosen in ungewöhnlicher Lokalisation (z. B. Armvenenthrombose, Budd-Chiari-Syndrom, Pfortader, Sinus-cavernosus-Thrombose)
  • Spontanaborte (z. B. Antiphospholipid-Syndrom)
  • Auffällige Familienanamnese
Thrombose - Behandlung

Die Thrombose ist immer ein Notfall, es sollte so bald wie möglich mit der Behandlung begonnen werden. Eine primäre Therapie ist nur innerhalb der ersten 10 Tage nach Entstehung des Thrombus erfolgreich. Je früher eine Thrombose erkannt wird, umso besser sind daher die Behandlungschancen. Die Behandlung hat zum Ziel, den Thromboseprozess zu stoppen, eine Lungenembolie zu verhindern und in Einzelfällen den blockierten Blutfluss wiederherzustellen. Blutgerinnsel können durch Medikamente aufgelöst oder durch operative Methoden entfernt werden Als erster Schritt sollten Sofortmaßnahmen umgesetzt werden, um ein Fortschreiten der Thrombosebildung zu unterbinden. Hierzu gehören die umgehende Gabe von Heparin, die Hochlagerung der betroffenen Gliedmaße und die Anlage eines Kompressionsverbandes.

Die Kompressionsbehandlung soll einerseits akut die Beschwerden vermindern, andererseits aber auch das Risiko einer Lungenembolie verringern und den Abheilungsprozess der Thrombose beschleunigen. Das langfristige Tragen eines Kompressionsstrumpfes verringert das Risiko der Ausbildung eines postthrombotischen Syndroms.

Die Verabreichung gerinnungshemmender Substanzen stellt einen bedeutenden Teil der Basistherapie einer Thrombose dar. Das wichtigste Präparat ist dabei Heparin. Es wird im Akutstadium entweder über einen Infusomaten in die Vene gegeben oder - als niedermolekulares Heparin - unter die Haut gespritzt. Ein bereits bestehender Thrombus kann von diesem Wirkstoff allerdings nur in ca. 10 % der Fälle aufgelöst werden. Heparin verhindert das Verkleben bestimmter Blutbestandteile und wirkt somit einer Thrombusneubildung entgegen. Aus diesem Grund wird Heparin auch bei Gesunden mit erhöhtem Thromboserisiko (z. B. nach Operationen oder während längerer Bettlägerigkeit) rein vorsorglich verabreicht, um einer Thrombose vorzubeugen.

Thrombose - Diagnostik

Ultraschalluntersuchung bei Verdacht auf Verschluss der tiefen Bein- und Armvenen

Transfusion - Blut

Bei einer Bluttransfusion werden Blut oder Blutbestandteile eines Menschen (Spenders) über eine Injektion in eine Vene eines anderen Menschen (Empfänger) übertragen. Das Blut des Spenders wird zuvor genauestens auf eventuelle Infektionen untersucht und die einzelnen Blutbestandteile isoliert und konserviert. Man unterscheidet zwischen einer Fremdblutspende, wenn das Blut von einer fremden Person stammt und einer Eigenblutspende, wenn Spender und Empfänger dieselbe Person sind. Vor einer Bluttransfusion muss sichergestellt sein, dass das Blut von Spender und Empfänger miteinander verträglich ist, was durch eine Blutgruppenbestimmung geschieht. Das Transfusionsgesetz schreibt vor, dass der Empfänger eine schriftliche Einwilligung geben muss, bevor er eine Bluttransfusion erhalten kann. Diese schriftliche Einwilligung darf nur in Notfällen außer Acht gelassen werden.

Transfusion - Erythrozyten- und Thrombozytenkonzentrat

Die Mehrzahl der in der Medizin verwendeten Blutkonserven sind Erythrozytenkonzentrate. Sie bestehen aus den roten Blutkörperchen, den Erythrozyten. Um ein Konzentrat aus Erythrozyten zu erhalten, wird das Vollblut in einer Zentrifuge geschleudert, bis sich zellulären Blutbestandteile des Vollblutes vom Plasma trennen. Danach erfolgt eine zweite Zentrifugation der zellulären Bestandteile, bis sich Blutplättchen (Thrombozyten) und weiße Blutkörperchen (Leukozyten) abtrennen und weitgehend nur noch rote Blutkörperchen (Erythrozyten) übrig bleiben. Eine Transfusion mit Erythrozytenkonzentraten wird erforderlich, um den Sauerstofftransport im Körper zu gewährleisten bei:
- einem größeren akuten Blutverlust im Zuge eines Traumas oder einer Operation, wenn der Hb-Wert unter 7 g/dl sinkt
- einer chronischen Blutbildungsstörung (Anämie, Leukämie) ab einem Hb-Wertunter 8 g/dl

Nach Transfusion eines Erythrozytenkonzentrates sollte der Hb-Wert eines etwa 70 kg schweren Empfängers um ca. 1 bis 1,5 g/dl ansteigen.

Thrombozytenkonzentrate bestehen aus Blutplättchen, den Thrombozyten. Indikation für die Transfusion von Thrombozytenkonzentraten sind Erkrankungen, die mit einem Mangel an Blutplättchen einhergehen (Thrombozytopenien). Eine Transfusion muss insbesondere vor Operationen oder wenn die Anzahl der Blutplättchen unter die kritische Zahl von 10 000/µl absinkt, durchgeführt werden.

Transfusion - Plasma

Werden dem Vollblut durch Zentrifugieren die festen Bestandteile (rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen) entzogen, so bleiben ausschließlich flüssige Bestandteile zurück. Die flüssigen Blutbestandteile bezeichnet man als Plasma. Das Plasma ist eine zu 90 Prozent aus Wasser bestehende Lösung, die Eiweiße, Nährstoffe, Salze, Stoffwechselprodukte, Enzyme und Hormone enthält. Auch alle Gerinnungsfaktoren sind noch enthalten.

  • Eine Transfusion von Plasma ist erforderlich bei schweren Blutgerinnungsstörungen (z. B. Verbrauchskoagulopathie).
  • Es gibt verschiedene Plasmaprodukte. Z. B mit den Gerinnungsfaktoren Prothrombin (Faktor II), Prokonvertin (Faktor VII) Stuart-Faktor (X), antihämophiler Faktor B (Faktor IX) Faktor VIII/Faktor IX: Diese speziellen Gerinnungsfaktoren sind bei Hämophilie A oder B erforderlich. Sie sollten als Einzelfaktoren verabreicht werden. Nur, wenn diese nicht zur Verfügung stehen, sollten PPSB zur Anwendung kommen.
  • Als weitere Plasmabestandteile werden Humanalbumine z. B. bei Schockzuständen übertragen und Immunglobuline bei Antikörper-Mangel und Infektneigung.
Transfusionsmedizin

Transfusionsmedizin ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit Bluttransfusionen beschäftigt. Dazu gehört die Gewinnung von Blutkonserven, die Aufrechterhaltung von Blutbanken und die Bereitstellung der Konserven für die jeweiligen Fachgebiete, vor allem in der Chirurgie, Notfallmedizin und Onkologie.

Transplantationsmedizin - Niere

Wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten und ihre vielfältigen Funktionen nicht erfüllen können, hat das schwerwiegende Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Es kommt zu einer langsamen  Vergiftung des Körpers, der steigende Blutdruck belastet das Herz-Kreislauf-System, Störungen des Knochen- sowie des Fettstoffwechsels treten auf, das Blut übersäuert und durch eine verminderte Blutbildung kann sich eine Blutarmut entwickeln.

Ein Nachlassen der Nierentätigkeit bis hin zum Ausfall der Nierenfunktion kann verschiedene Ursachen haben. Man unterscheidet dabei zwischen akutem und schleichend chronischem Nierenversagen.

Für viele Patienten mit Nierenversagen ist eine Nierentransplantation die beste Lösung. Durch eine erfolgreiche Transplantation kann die körperliche Leistungsfähigkeit weitgehend wiederhergestellt werden, die Lebensqualität steigt. Viele Patienten können in ihren normalen Alltag zurückkehren, ihren Beruf ausüben, Sport treiben und auf Reisen gehen. Sie müssen nach wie vor medizinisch überwacht werden, regelmäßig Medikamente einnehmen und auf ihre Gesundheit achten, doch sind sie deutlich weniger eingeschränkt als Dialysepatienten.

Transsexualität

Transsexualität zeigt sich durch ein Unbehagen dem eigenen Geschlecht gegenüber sowie dem Wunsch, im anderen Geschlecht zu leben. In dem Versuch, den eigenen Körper dem als „richtig“ erlebten Geschlecht anzugleichen, streben viele Transsexuelle eine hormonelle und chirurgische Behandlung an. Wissenschaftliche Untersuchungen aber auch unsere eigenen klinischen Erfahrungen zeigen, dass eine psychotherapeutische Begleitbehandlung für die langfristige psychische und soziale Stabilisierung Transsexueller von entscheidender Bedeutung ist. Die Begleitung und Behandlung Transsexueller gehört in die Hände von Spezialisten, die meist aus verschiedenen Fachbereichen kommen.

Transsexuellen-Sprechstunde

Beratung von transsexuellen sowie genital fehlgebildeten Patienten und Patientinnen

Traumatologie

Traumatologie ist die Wissenschaft von den Verletzungen und Wunden Unfallchirurgie ist ein Teilgebiet der Chirurgie mit der Versorgung und Behandlung Unfallverletzter Patienten. kleinerer und größerer Verletzungen wie denen des Polytraumas. Polytrauma bezeichnet mehrere gleichzeitig geschehene Verletzungen verschiedener Körperregionen, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist.

Tuberkulose - Diagnostik

Für den Nachweis einer Tuberkulose-Infektion bedarf es in der Regel einer Kombination aus mehreren diagnostischen Verfahren. Neben der ärztlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung gibt es folgende weitere Untersuchungsmethoden:

  • Tuberculin-Hauttest (THT)
  • Interferon-Gamma-Bluttest
  • Mikroskopischer Nachweis von Tuberkulose-Bakterien
  • Kulturelle Anzüchtung der Tuberkulose-Bakterien
  • Röntgenuntersuchung, Computertomografie oder Kernspin- (auch: Magnetresonanz)-Tomografie.

Erst durch die Aussagekraft verschiedener Verfahren kann die Diagnose „Tuberkulose“ sichergestellt oder sicher ausgeschlossen werden.

Tumorbiopsie - sonographisch gesteuert, diagnostisch

Die sonographisch gesteuerte Tumorbiopsie wird u. a. an der Leber vorgenommen. In der Regel wird diese Untersuchung von zwei Ärzten vorgenommen. Mit einer speziellen Biopsienadel kann auch in der Tiefe des Organs eine gezielte Gewebeentnahme durchgeführt werden. Ein Untersucher führt durch eine fortwährende Ultraschallkontrolle der Nadelspitze den anderen Untersucher, der die Punktion durchführt, an den betroffenen Gewebebereich. Der entnommene Gewebezylinder wird sofort vom Arzt begutachtet und erlaubt in aller Regel eine Aussage, ob Tumorgewebe getroffen worden ist. Die Gewebeprobe wird zur feingeweblichen (histologischen) Untersuchung weitergeleitet.

Tumore (gastroenterologisch) - multimodale Diagnostik

Unter Krebs versteht man fehlerhafte Zellen, die sich unkontrolliert teilen und neues Gewebe (Tumore) bilden. Nicht jeder Tumor ist Krebs, es gibt gutartige und bösartige Tumore. Bei einer Krebserkrankung handelt es sich immer um bösartige (maligne) Tumore. Krebserkrankungen (bösartige Tumore) beruhen häufig auf Veränderungen im Erbgut (Genom). Die im Erbgut veränderten Gene unterscheiden sich von Patient zu Patient. Dieser Erkenntnis führt bei einigen Krebserkrankungen zu einer individualisierten Therapie (personalisierte Krebstherapie) Bösartige Tumore können überall im Körper auftreten. Die Krebserkrankung wird oft nach ihrem Ursprungsort (Primärtumor) benannt: bei Lungenkrebs ist der bösartige Tumor im Lungengewebe entstanden, bei Darmkrebs im Darmgewebe (usw.). Bösartige Tumore können gesundes Gewebe zerstören, in umgebende Organe einwachsen, oder streuen und in anderen Organen (z. B. in der Leber) Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden. Bei Krebsverdacht ist oft eine Gewebeprobe notwendig. Es wird im Weiteren abgeklärt, ob es sich um eine Krebserkrankung im frühen (lokalen), lokal fortgeschrittenen, oder metastasierten Stadium handelt. Je niedriger das Stadium, desto höher ist die Heilungschance. Durch neue Medikamente, die z.B. gezielt in den Stoffwechsel von Krebszellen eingreifen und die Kombination von Therapieverfahren wie z. B. Operation und Chemotherapie (sogenannte multimodale Therapien) sind auch Krebserkrankungen in fortgeschrittenen Stadien immer besser behandelbar.

Tumorerkrankungen - spezielle Abklärung bei V.a.

Die Diagnostik und Behandlung bösartiger Erkrankungen ist ein klinische, technische wie auch wissenschaftliche Herausforderung Die Diagnostik und Therapie in interdisziplinärer Zusammenarbeit der entsprechenden Fachgebiete, der Radiologie, Labormedizin auf dem Gebiet der Onkologie.

Tumormarker

Tumormarker stellen einen Oberbegriff für eine Vielzahl von zellulären oder aus Eiweiß bestehenden Strukturen dar, die im Idealfall eine Möglichkeit zur relativ frühzeitiger Erkennung oder aber meist eher dem Verlauf einer Erkrankung durch Tumore unterschiedlichster Art erlauben soll.

Tumornachsorge

Nach der ersten Behandlungsphase einer Krebserkrankung, wenn z. B. Operation und/oder Chemotherapie und/oder Strahlentherapie beendet ist, beginnt die Zeit der Tumornachsorge für mehrere Jahre in bestimmten, individuell festgelegten Abständen. Der Leistungsumfang der einzelnen Untersuchungen sind abhängig vom Tumorgeschehen. Er reicht von der klinischen Untersuchung über Laboruntersuchungen bis zu differenzierten bildgebenden Verfahren.

Die Aufgabe der Tumornachsorge:

  • rechtzeitig ein Tumorrezidiv zu erkennen
  • Begleit- oder Folgeerkrankungen festzustellen und zu behandeln
  • Hilfe bei körperlichen, seelischen und sozialen Problemen
  • Schäden oder Behinderungen, die durch die Krankheit entstanden sind, so weit möglich beheben
  • Rückführung in die Berufstätigkeit
Tumortherapie - medikamentös

In der medikamentösen Tumortherapie steht eine Vielzahl von sehr differenzierten Medikamenten zur Therapie von Tumorerkrankungen zu Verfügung, womit sich auch das Nebenwirkungsspektrum der Therapie erheblich erweitert. Um die Wirksamkeit der Therapie sicherzustellen und die Sicherheit des Patienten zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass der Prozess der Anordnung, Durchführung und Nachsorge der Chemotherapie gesichert erfolgt. Die Indikation zur medikamentösen Tumortherapie kann nur durch fachlich qualifizierte Ärzte gestellt werden. Diese sind

  • Ärzte für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie,
  • Ärzte für pädiatrische Hämatologie und Onkologie,
  • qualifizierte Ärzte der verschiedenen Organspezialitäten,
  • Ärzte für gynäkologische Onkologie,
  • Ärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie,
  • Ärzte für Innere Medizin und Pneumologie,
  • Ärzte mit Zusatzweiterbildung Medikamentöse Tumortherapie.
Tympanometrie / Impedanzmessung

Messung des akustischen Widerstandes des Trommelfells während einer Druckänderung im äußeren Gehörgang zur Beurteilung der Trommelfellbeweglichkeit (z. B. bei Trommelfellnarben), Tubenfunktion (z. B. bei Tubenkatarrh), des Mittelohrdrucks (z. B. bei Paukenhöhlenerguß) und der Funktion der Gehörknöchelchen (z. B. bei Otosklerose). Die Tympanometrie ist unabhängig von der Kooperation des Patienten und deshalb fester Bestandteil der ohrenärztlichen Untersuchungen bei Säuglingen und Kleinkindern.

Ulcus cruris - Behandlung

Ein Ulcus cruris (offenes Bein) ist eine tiefe und meist schlecht heilende Wunde am Unterschenkel. Die Ursache sind Durchblutungsstörungen. Ein nicht behandeltes Ulcus cruris kann chronisch werden, die Durchblutungsstörungen können unter Umständen lebensbedrohlich werden. Siehe auch Ulcusbehandlung.

Ulcusbehandlung

Die Behandlung eines Ulcus cruris ist schwierig und langwierig. Ziel der Behandlung ist es in erster Linie, die Ursachen für das Ulcus cruris zu beseitigen. Außerdem muss die Wunde so versorgt werden, dass sie rasch wieder abheilt. Eine Infektion muss verhindert werden. Die Therapie des Ulcus cruris dauert meist mehrere Wochen. Auch nach Abschluss der Therapie sollten weiterhin regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den Arzt erfolgen. Die Verbesserung des Blutdurchflusses wird in den meisten Fällen zunächst durch komprimierende Verbände versucht. Diese erhöhen den Druck in den Gefäßen und sorgen dafür, dass das Blut wieder schneller fließt. Zusätzlich sollten sich Menschen mit einem Ulcus cruris viel bewegen. Auch so wird der Blutfluss angeregt und verhindert, dass sich das Blut im Unterschenkel staut.

Die Behandlung der offenen Wunde erfolgt durch den Arzt. Sie muss regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden mit speziellen Salben oder mittels der sogenannten Kürettage. Bei der Kürettage trägt der Arzt die Beläge mit einem scharfen Löffel ab und reinigt die Wunde. Anschließend werden Umschläge mit antiseptischen Mitteln angelegt.

Eine sehr effektive Behandlung des Ulcus cruris ist die bio-enzymatische Wundreinigung mit Fliegenlarven.

Bei einem Ulcus cruris können außerdem operative Methoden angewandt werden, um die Wunde zu reinigen, Beläge abzutragen, den venösen Blutfluss zu verbessern und die Wundheilung zu beschleunigen.

Bei arteriellen Beingeschwüren kann eine chirurgische Behandlung in Form einer Bypass-Operation helfen.

Einige Beingeschwüre lassen sich auch durch eine operative Hautverpflanzung schneller zur Abheilung bringen.

Umweltmedizin

Umweltmedizin ist ein junges interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit der Erforschung, Erkennung, Behandlung und Prävention umweltbedingter und umweltassoziierter Gesundheitsstörungen befasst.

Zentraler Arbeitsbereich sind anthropogene Umweltbelastungen und deren gesundheitsbeeinträchtigende Auswirkungen unter Berücksichtigung des individuell betroffenen Patienten.

Unerfüllter Kinderwunsch

Es gibt unterschiedliche Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit wie etwa hormonelle Störungen und organische Erkrankungen. In etwa 25 Prozent der Fälle liegen die Ursachen ausschließlich bei der Frau, in etwa 30 Prozent der Fälle nur beim Mann und in ungefähr 40 Prozent bei beiden Partnern. Bei ungefähr fünf Prozent der Paare lässt sich die Ursache des unerfüllten Kinderwunsches nicht feststellen. Falls es auf natürlichem Wege zu keiner Schwangerschaft kommt, hilft bei einigen Paaren hochspezialisierte Medizin wie die künstliche Befruchtung. Um die Gründe für die Kinderlosigkeit festzustellen, bedarf es verschiedener Untersuchungen. Dies erfolgt normalerweise nach einem Stufenplan.

- Ultraschall
- Spermiogramm
- Zyklusmonitoring
- Nachweis des Eisprungs
- gynäkologische Untersuchung


Der Stufenplan soll Ursachen eingrenzen und den richtigen Therapieansatz für jedes Paar finden.
Es gibt verschiedene Methoden, um Paaren zum Wunschkind zu verhelfen. Dazu gehören:
- Hormontherapie
- Insemination
- In-vitro-Fertilisation (IVF)
- Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Unfallchirurgie

Zum Leistungsspektrum gehört die Primärversorgung von Verletzungen des Muskel- und Knochensystems sowie deren Nachbehandlung incl. Behandlung und Begutachtung von Knochendefekten, Pseudarthrosen und Fehlstellungen.

Urindiagnostik

Der Urin ist ein flüssiges Ausscheidungsprodukt des Menschen. Neben Wasser werden auch Stoffwechselendprodukte ausgeschieden. Anhand der Zusammensetzung des Urins lassen sich zahlreiche Krankheiten erkennen.

 

Die Untersuchung des Urins erfolgt auf rote und weiße Blutkörperchen, Zucker, Eiweiße, Zellen, Kristalle und Bakterien. Somit können Erkrankungen wie z. B. Harnwegsinfekte, Diabetes mellitus, Tumorerkrankungen, Stoffwechselstörungen, Nieren- oder Blasensteine und Nierenerkrankungen erkannt werden. 

 

Zur Urindiagnostik werden Teststreifen eingesetzt. Diese sind jedoch sehr ungenau. Besser sind mikroskopische und bakteriologische Urinuntersuchungen.

Urodynamische Untersuchung

Dynamische Untersuchungsverfahren der Harnblase. Bei dieser Diagnostik wird die Harnblase mit Wasser gefüllt und verschiedene Parameter werden dabei gemessen. Diese Untersuchungsmethode wird bei der Inkontinenzdiagnostik eingesetzt.

Uroflowmetrie

Diagnostische Untersuchungsverfahren bei der die Stärke des Harnstrahls gemessen wird. Dieses Messverfahren wird zur Abklärung bei Blasenentleerungsstörungen eingesetzt.

Urologisches Speziallabor (PSA, Hormonstatus, Tumormarker, NMP-22, PCA-3, Ejakulatuntersuchungen)

Mit speziellen Laboruntersuchungen können Aussagen zur männlichen Fruchtbarkeit, Hormonsituation und zu Tumormarkern gemacht werden.

Varizenchirurgie

Die Varizenchirurgie beschäftigt sich mit der Ausschaltung des pathologischen Refluxes des epifaszialen Venensystems der Beine als Ursache der sichtbaren Krampfadern und auch der Hautveränderungen. Beim Ulcus cruris varicosum hat sie keinen Einfluss auf die Abheilung, aber eine deutlich geringere Rezidivquote im Verlauf. Nach exakter Diagnostik der Insuffizienzen erfolgt der operative Eingriff. Nur betroffene Segmente werden entfernt, das Stripping ganzer Stammvenen bis zum Knöchel ist nur selten erforderlich. Meist ist die Vena saphena magna (VSM, 75 %), seltener die Vena saphena parva (VSP, 15 %) betroffen. Ziel ist die Unterbindung an der insuffizienten Mündung. Die Insuffizienz der Perforanzvenen spielen beim Ulcus cruris eine wichtige Rolle. Ist eine Abheilung des Ulcus durch die konsequente Kompression nicht möglich, so ist die Perforansdissektion auch endoskopisch subfaszial möglich (ESDP). Hierdurch bleiben das Ulcus und die betroffene Umgebungshaut unberührt. Postoperativ ist die konsequente Kompression für ca. 4 Wochen sinnvoll, beim Ulcus cruris auch nach Abheilung meist eine Kompressionstherapie des Unterschenkels auf Dauer.

Vasektomie (Sterilisation beim Mann)

Die sicherste Verhütungsmethode des Mannes ist die Sterilisation. Bei diesem relativ komplikationsarmen Eingriff werden die Samenleiter operativ unterbunden. So gelangen die Spermien nicht mehr über die Harnröhre nach außen. Die männliche Potenz bleibt erhalten, dafür wird die Haut des örtlich betäubten Hodensacks an beiden Seiten für wenige Millimeter eröffnet. Meist wird ein kleines Stück des rechten und linken Samenleiters entfernt. Anschließend vernäht und/oder verödet (mit Strom) der Urologe die offenen Enden der Samenleiter. Zur Kontrolle werden die entnommenen Teile feingeweblich untersucht.

Seit einigen Jahren hat sich eine weitere Methode der Vasektomie etabliert, die sogenannte no-scalpel-Sterilisation, wobei die Haut nur durchstochen und über diese winzige Öffnung die OP-Instrumente eingeführt werden. Meistens führen Urologen den Eingriff ambulant und unter lokaler Betäubung durch. Eine Vollnarkose ist normalerweise nicht notwendig.

Venenheilkunde

Venenheilkunde oder Phlebologie ist ein medizinisches Fachgebiet. Venenleiden werden durch eine Venenklappen- oder Venenwandschwäche ausgelöst. Es gibt dabei erbliche Veranlagung, aber auch stehende oder sitzende Berufe oder Schwangerschaften können das Venensystem negativ beeinflussen. Krampfadern sind nicht immer von außen sichtbar. Dafür sind spezielle, risikolose und schmerzfreie Untersuchungsmethoden erforderlich.

  • Doppler- und farbkodierte Duplexsonographie (auf Ultraschallbasis)
  • Computergesteuerte Venenstrommessung
  • Lichtelektronische Untersuchung des Haut-Venenflusses (Lichtreflexionsrheographie)
Verhaltenstherapie bei Erwachsenen / Kurzzeittherapie

Die sogenannte lösungsorientierte Kurzzeittherapie arbeitet von Beginn an vorwiegend an den Lösungsmöglichkeiten des Problems und beschäftigt sich weniger mit den Ursachen. Bei dieser Methode geht man davon aus, dass jede Person über alle Ressourcen verfügt, die sie zur Lösung der Probleme benötigt werden. Durch die Fokussierung auf die Fähigkeiten und Ressourcen des Klienten / Patienten wird dieser dazu angehalten, seine Aufmerksamkeit vom Problem und der Annahme einer Unabänderlichkeit abzuwenden und sich stattdessen bewusst zu werden, dass er selbst über ausreichende Möglichkeiten verfügt, eine Lösung für sich zu finden.

Verhaltenstherapie bei Erwachsenen / Langzeittherapie

Die Verhaltenstherapie ist eine Form der Psychotherapie. Sie will dem Patienten Methoden vermitteln, mit denen er seelische Probleme und psychische Erkrankungen besser bewältigen kann. Die Verhaltenstherapie besteht aus vielen unterschiedlichen Methoden. Sie zielen darauf ab zur Selbsthilfe anzuleiten. Gute und schlechte Erfahrungen verstärken Verhaltensweisen oder schwächen sie ab. Auch psychische Störungen können nach dieser Theorie aufgrund ungünstiger oder belastender Lernerfahrungen entstehen.

Der Therapeut erarbeitet mit seinem Patienten, warum er in der aktuellen Situation Beschwerden hat. Der Schwerpunkt liegt nicht darauf, Probleme aus der Vergangenheit oder Kindheit aufzuarbeiten, um die Wurzeln der Beschwerden zu erkennen, sondern darauf, sich neue Sicht- und Verhaltensweisen anzueignen, um die Probleme zu überwinden.

Videoanalyse

Mit Hilfe von wissenschaftlichen Messmethoden kann der Zustand von Haut und Haaren analysiert werden, um so eine individuelle Empfehlung für die Hautpflege zu ermitteln. Mit verschiedenen Sonden können Eigenschaften der Haut gemessen werden.

Hautfeuchtigkeitsmessung und Fettgehaltmessung:
Durch die Hautfeuchtigkeitsmessung und die Fettgehaltmessung kann die Anwendung von Hautpflegeprodukten optimal auf die Bedürfnisse abgestimmt werden.

Elastizitätsmessung:
Mit der Elastizitätsmessung kann das biologische Hautalter ermittelt werden.

Melaninmessung:
Die integrierte Melaninmessung bestimmt die Pigmentierung der Haut. Aus dieser Messung lassen sich die empfohlenen Lichtschutzfaktoren für den Aufenthalt in der Sonne ableiten, sowie der Einstellungsbereich für die Parameter für eine Laser-/IPL-Behandlung.

Videokamera:
Die Visioscope Hautkamera enthält eine integrierte UV-A Lichtquelle. Diese Kamera liefert detailierte Bilder von der Hautoberfläche so wie vom Haar und von der Kopfhaut.

Virologische Diagnostik

Die virologische Diagnostik dient durch Anwendung unterschiedlicher Methoden dem Nachweis von Viren oder deren Baubestandteilen aus nahezu allen Körpergeweben zur Identifikation oder dem Ausschluss pathogener, d. h. krankheitsverursachender Strukturen.

Vollnarkose

Bei einer Vollnarkose werden sowohl das Bewusstsein des Patienten als auch sein Schmerzempfinden ausgeschaltet. Das ähnelt einem Tiefschlaf.

Die nötigen Medikamente werden entweder direkt in eine Vene gespritzt (intravenös) oder über eine Maske eingeatmet. In der Regel werden dabei mehrere Arzneien kombiniert. Oft sind Operationen nur möglich, wenn zusätzliche Medikamente die komplette Muskelentspannung herbeiführen.

Die Vollnarkose stellt sicher, dass der Patient keine Schmerzen spürt, sich nicht bewegt oder die Operation erlebt.

Vor- und nachstationäre Behandlung

Das Krankenhaus kann die Behandlung durch hierzu ausdrücklich beauftragte niedergelassene Vertragsärzte in den Räumen des Krankenhauses oder der Arztpraxis erbringen.

Die vorstationäre Behandlung ist auf längstens drei Behandlungstage innerhalb von fünf Tagen vor Beginn der stationären Behandlung begrenzt. Die nachstationäre Behandlung darf sieben Behandlungstage innerhalb von 14 Tagen, bei Organübertragungen nach § 9 Absatz 2 des Transplantationsgesetzes drei Monate nach Beendigung der stationären Krankenhausbehandlung nicht überschreiten. Die Frist von 14 Tagen oder drei Monaten kann in medizinisch begründeten Einzelfällen im Einvernehmen mit dem einweisenden Arzt verlängert werden. Das Krankenhaus hat den einweisenden Arzt über die vor- oder nachstationäre Behandlung sowie diesen und die an der weiteren Krankenbehandlung jeweils beteiligten Ärzte über die Kontrolluntersuchungen und deren Ergebnis unverzüglich zu unterrichten.

Vorsorge (erweitert)

Zusätzlich zu den Leistungen der Krebsfüherkennungsuntersuchungen gibt es ärztlich empfohlene, sinnvolle, ergänzende Untersuchungen u. a. für Frauen wie transvaginale Ultraschalluntersuchungen, Blasenkrebstest, immunologische Stuhl-Untersuchung, Mammasonographie.

Für Männer u. a. PSA-Bestimmung, Blasenkrebstest, immunologischer Stuhltest.

Vorsorgeuntersuchungen

Jeder gesetzlich Krankenversicherte hat ein Recht auf kostenlose Vorsorgeuntersuchungen. Vorsorgeuntersuchungen gibt es für Krankheiten, die gut zu behandeln sind, wenn sie früh erkannt werden. Hierzu zählen die häufigsten Todesursachen, nämlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumore.


Früherkennung von Krebs:

  • Genitaluntersuchung (jährlich) auf Gebärmutterhalskrebs bei Frauen ab dem Alter von 20 Jahren
  • Brustuntersuchung (jährlich) bei Frauen ab dem Alter von 30 Jahren
  • Mammographie-Screening (alle zwei Jahre) bei Frauen ab 50 Jahren bis zum Ende des 70. Lebensjahres
  • Prostatauntersuchung, Genitaluntersuchung (jährlich), Tastuntersuchung der Lymphknoten bei Männern ab dem Alter von 45 Jahren
  • Ganzkörperuntersuchung der gesamten Haut bei Frauen und Männern ab 35 Jahren
  • Dickdarm- und Rektumuntersuchung (jährlich), Test auf verborgenes Blut (jährlich bis zum Alter von 54 Jahren) bei Frauen und Männern ab dem Alter von 50 Jahren, ab 55 Jahren: Zwei Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren, Test auf verborgenes Blut alle zwei Jahre
  • Zwei Darmspiegelungen (im Abstand von 10 Jahren) oder Test auf verborgenes Blut im Stuhl (alle zwei Jahre) bei Frauen und Männern ab dem Alter von 55 Jahren
  • Hautkrebs-Screening alle zwei Jahre ab dem Alter von 35 Jahren

 

Gesundheits-Check-up:

  • Check-up (alle zwei Jahre) bei Frauen und Männern ab dem Alter von 35 Jahren: Ganzkörperuntersuchung mit Blutdruckmessung, Blutproben zur Ermittlung der Blutzucker- und Cholesterinwerte, Urinuntersuchung, ausführliches Gespräch mit dem Arzt.
Wechseljahre des Mannes / aging male

Unter den Wechseljahren des Mannes versteht man das Auftreten nachfolgender Symptome, welche einzeln aber auch in Kombination vorliegen können und durch einen Hormonmangel ausgelöst oder verstärkt werden können.

  • Schwächegefühl und Abnahme der Aktivität
  • Mattigkeit, nachlassende Tatkraft
  • Reizbarkeit, Gefühlsschwankungen
  • Innere Unruhe, Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit
  • Nachlassen der Lust auf Sexualverkehr, Potenzstörungen
  • Nachlassen der Muskelkraft, Glieder- und Gelenkschmerzen
  • Schweißausbrüche, vermehrte Wärmeempfindlichkeit
  • Schlafstörungen oder erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Gewichtszunahme ohne Veränderung der Lebensgewohnheiten
Wundversorgung

Die provisorische oder temporäre Wundversorgung erfolgt im Rahmen der ersten Hilfe und hat das Ziel, die Blutung zu stoppen und bis zur einer endgültigen Versorgung zu kontrollieren. Die Wunde wird abgedrückt und keimarm oder steril bedeckt. Keinesfalls sollten tiefer eingedrungene Fremdkörper entfernt werden, da Gefäße verletzt werden können. Extremitäten sollen ruhig gestellt werden. Schmerzen müssen bekämpft werden.

Die endgültige Wundversorgung erfolgt unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose. Bei der operativen, chirurgischen Wundversorgung werden gegebenenfalls eingedrungene Fremdkörper entfernt, die Wunde gereinigt, ggf. ausgeschnitten und eine endgültige Blutstillung durch Naht durchgeführt. Der Wundverschluss erfolgt durch Naht, Klammern oder Kleben. Die Wunde wird mit sterilen Mullbinden, feuchten Verbänden oder silberhaltigen Auflagen bedeckt und ruhig gestellt.

YAG - Laser - Therapie

Der Yttrium-Aluminium-Granat-Laser ist ein spezieller Laser mit geringer Schnitt- und guter Blutstillung.

Er wird in der Endoskopie zur Blutstillung im Magen-Darm-Trakt, zur Aufweitung von Engen in den Bronchien, der Harnröhre, zur Zertrümmerung von Nierensteinen, Harnleitersteinen und Gallensteinen eingesetzt. Einsatz findet der Laser auch bei der Entfernung von Hauttätowierungen.

Zuckerbelastungstest in der Gravidität

Seit 01.07.2013 gehört das Screening auf Gestationsdiabetes mit dem "1 Stunden 50 g Glukose-Test" zu den Leistungen einer gesetzlichen Mutterschaftsvorsorge. Bei pathologischem Ergebnis schließt sich der orale 75g Glukose-Belastungstest (OGTT) an.

Zwangsneurosen - Behandlung

Neurosen können ihre Ursache in nicht richtig verarbeiteten Konflikten der Kindheit haben. Bei einer Zwangsneurose kommt es zu dem Zwang, bestimmte, nicht sinnvolle Handlungen ständig zu wiederholen (Zwangshandlung) oder bestimmte, mit Angst besetzte Gedanken drängen sich der betroffenen Person immer wieder auf (Besessenheit). Beispiele sind Waschzwang, Putzzwang, Ordnungszwang oder Angst vor Krankheitserregern. Andere müssen ständig Gegenstände zählen, klauen oder sammeln. Der Patient erkennt dies als krankhaft und empfindet einen starken Widerstand, gleichzeitig entsteht aber Angst, wenn man dem Zwang nicht nachgibt.
Eine Selbstbehandlung ist nicht erfolgreich.

In einer Verhaltenstherapie wird der Patient der angstauslösenden Situation ausgesetzt, dann aber an der Zwangshandlung gehindert. Damit wird dem Patienten die Erfahrung vermittelt, dass er auch ohne Zwangsverhalten Ängste und Spannungen überstehen kann, welche sich nach wiederholten Behandlungen immer mehr abschwächen. Symptomfreiheit ist meist nicht zu erreichen, aber bereits die Reduktion der Symptome wirkt sich auf die Betroffenen positiv aus. In einer Gesprächstherapie kann nach dem Grund der Neurose gesucht werden. Bei erfolgloser Psychotherapie oder zur Unterstützung können Medikamente eingesetzt werden.

Zytologie - gynäkologisch

Beim PAP-Abstrich handelt es sich um eine zytologische Untersuchung, bei der Zellen aus den Bereichen von Gebärmutterhals und Scheide mikroskopisch begutachtet werden. Aus diesem Grund wird dieses Untersuchungsverfahren auch als gynäkologische Zytologie bzw. Zervixkarzinom-Screening bezeichnet.

Zytologie - nicht-gynäkologisch

Die Zytologie bezeichnet die Lehre vom Aufbau der Zelle und ihren Funktionen. In der medizinischen Fachterminologie versteht man unter einer Zytologie die Zytodiagnostik einzelner Zellen. Unter dem Begriff Zytodiagnostik versteht man die Analyse von Zellmaterial hinsichtlich der Erkennung von Krankheiten bzw. möglichen Entartungen. Es handelt sich um ein medizinisches Teilgebiet der Zytologie. Häufig wird dabei eine Unterscheidung zwischen gutartig (benigne) und bösartig (maligne) getroffen.